Lautwechsel 2012
EchtzeithalleSonntag 16. September 2012, 11 Uhr
Kulturzentrum Einstein, München, Einsteinstr. 42
im Kontext:
Lautwechsel 2012
"Freie Münchner Musikszene im Einstein" 14. bis 16. Sept. 2012 -
gefördert vom Kulturreferat der Stadt München
1. Terzenfeld | YouTube |
Dieter Trüstedt
9 Akteure spielen mit 9 Feuerrohren das Terzenfeld n/m (n,m = 4 bis 6).
Leserin: Alma Larsen
Spieler: Experimentelle Musik Universität Ulm und Helmholtz-Projekt München.

10. Pfingstsymposion - Sa 22. Mai 1999 - Echtzeithalle im Einstein
Dokumentation siehe:
YouTube
Historischer Text:
Zwischenbericht als Art Lecture
Vor 2500 Jahren schrieb Pythagoras das Wesen aller Dinge den einfachen Zahlen zu und so auch das Wesen der Musik. Er teilte eine Saite in Längen 2 zu 3 und entdeckte damit die innere Qualität der Quinte. Die Chinesen schnitten zur gleichen Zeit Rohre im Verhältnis 2 zu 3 und machten die gleiche Erfahrung. So sind die Zahlen 4, 5 und 6 nicht nur für die verschiedenen Terzen zuständig, sondern für fast alle Intervalle unserer Musik.
Set: Neun Spieler, in historischer Manier - neun Rohre, mit Hilfe von Flammen zum Klingen gebracht - Töne, zu natürlichen Klangbildern, Melodiefragmenten, harmonischen Schattenbildern und Clustern geordnet - eine Art-Lecture, die die Musik strukturiert - ein Zahlenwerfer, der die Tonorte angibt (Trüstedt, 1999).
2. Drachenklänge.02 | YouTube |
Helmholtzprojekt, München
Laptop-Ensemble: Peter Dietz, Veronica Hoffmann, Martin Siegler und Dieter Trüstedt
Der Begriff "Drachenklang" leitet sich vom Singen des Windes in einer (Perlon-) Drachenschnur ab. Ein weiteres Bild ist das harmonische Singen im Mailänder Dom - verursacht durch die Proportionen des nach harmonischen Gesetzen gebauten Domes und des aktuellen Rauschens der Sandstrahlgebläse, die den Dom von außen reinigen. In der Musik "Drachenklänge" filtern wir weißes, elektronisches Rauschen zu feinen Klanggebilden - nach Teiltonfolgen und anderen mathematischen Gesetzen strukturiert.
3. Phase.01 | YouTube |
Polymetrisches Experiment
Autoren-Ensemble, München
Hans Wolf (Klavier), Elmar Guantes (Kontrabass), Wilfried Krüger (Horn) und Dieter Trüstedt (Laptop, Pure Data)
Ein Ereignis-Strom wird in mehrere kohärente Ereignis-Ströme geteilt und - in der jeweiligen Phase zeitvariabel - wieder zusammengesetzt: Es entstehen komplexe Interferenzbilder für Melodien, Harmonien und Rhythmen.
Oder genauer gesagt: die 5 von Hans Wolf benannten Töne werden in Rotationen versetzt mit leicht verschiedenen Frequenzen. Die fünf übereinander liegenden und "durchsichtigen" Rotationen verfügen jeweils über ein eigenes Stroboskop zum Sichtbar- bzw. Hörbarwerden.
Der Wechsel zwischen Ordnung und hoher Komplexität in den Melodien und Rhythmen gehört zu den Prinzipien des kontrollierten Zufalls.
In dem vorgestellten Experiment "Phase.01" sind die Metren nicht nur Vielfache eines Grundmetrums, so dass die Komplexität sehr hoch und zeitlich unbegrenzt ist.
4. QUADRATUR | YouTube |
Eine Zirkelung des Quadrats
Audiovisuelle Studie
Jörg Schäffer – Solo für Klavier, Elektronik und Projektion
Ich frage in diesem Stück nach der Änderung der visuellen Gestalt und der
Klanggestalt geometrischer Objekte (hier Quadrat) während einer Drehung
(geometrischen Operation). Welche Eigenschaften bleiben erhalten, welche
gehen verloren, welche variieren? Wie kann ich einen Klang "drehen" ohne
dass seine Kongruenz (geometrische Eigenschaft) verlorengeht?

QUADRATUR, Uraufführung in "Geometrie in der Musik", Sa 23. Juni 2012, Carl Orff Auditorium,
Musiklabor / Echtzeithalle / Hochschule für Musik und Theater München
Geometrie in der Musik

Rezension über Lautwechsel.
Ausgerechnet bei der Bewertung "eines der zentralen Themen" erweckt der Rezensent nicht den Eindruck, unsere Aufführungen selbst gesehen zu haben...
Spielort Echtzeithalle - 1997-1999

Ehemalige Echtzeithalle im Einstein (1998-1999) - Querschnitt

Ehemalige Echtzeithalle (1998-1999) - Längsschnitt mit Einrichtung
Historisches:
Geschichte der Echtzeithalle
Das erste Projekt 24. April 1997:
Installationen im Einstein - vor gut 15 Jahren.
Gesamtprogramm 1997
Bericht in
Telepolis 19. Juni 1997 (Herbert W. Franke)


